Prof. Volker Oppitz

Prof. Oppitz

 

Lebensdaten Prof. Dr. rer. oec. habil. Volker Oppitz

Herkunft und Vorkommnisse

Volker Hubert Oppitz, geboren 6. 12. 1931 in der böhmischen Glasstadt Haida (1) [Novy Bor], Gabelsbergerstr. 373, Kreis Böhmisch Leipa, Tschechoslowakische Republik [CSR]. Vater Emil Otto Oppitz (1898-1945 (2)), Lusterfabrikant (1929-1938), hauptamtlicher Bürgermeister in Haida (1938-1945), Mutter Anna Maria Oppitz, geb. Schneider (1897-1961(3) ), Geschäftsführerin der Lusterwerke Oppitz & Max in Haida (1938-1945), Brüder Emil (1920-2006V) und Burkhard (1925-1944V) Oppitz. Kinder 1. Ehe: Angelika (1955), Burkhard (1957) und Constanze (1958), 2. Ehe: Dr. phil., Dipl.-Kfm. Volker (1978) Oppitz, sechs Enkel und zwei Urenkel. Ehefrau ist Dipl.-Ing. (FH) Ingrid Charlotte Oppitz, geb. König (1947).

Die Urahnen der Familie stammen aus Braunau im Glatzer Bergland; während der Hussitenbesetzung (1420…1477) flüchteten sie in die Gegend der nordböhmischen Felsburg und Einsiedelei Bürgstein: „Ansiedler mit dem Namen Oppitz“... „bauten die ersten Häuser; Grund und Boden mussten urbar gemacht werden, denn die ganze Gegend bestand aus Waldung (4). „Der Ursprung der Gemeinde ist nicht ganz klar, weil die urkundlichen Erwähnungen aus dem Jahre 1461 und dann erst aus den Jahren 1471–1481 stammen. Die ersten Siedler waren hier die Glasmacher Familie Oppitz“ ... „und dann folgten weitere Familien.“... “Nach 1813 verliert die Gemeinde an Bedeutung, weil sich die Glasmacherei in Nový Bor (Haida) sehr schnell entwickelte.“(5)
Von Blottendorf kommend, zogen meine Vorfahren über Ullrichsthal (um 1700) nach Haida (um 1770). Nach der wilden Vertreibung (6) (19.06.1945) aus Nordböhmen erhielten wir Heimatsrecht in Thüringen (Meuselwitz 1945-1950). In meiner Lehrzeit kam ich als angeblicher Werwolf in Einzelhaft ins Staatssicherheitsgefängnis Weimar (19.02.-07.07.1947) der Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung der UdSSR [GPU(7)]); später in Dresden observierte mich das Ministerium für Staatssicherheit [MfS] (1973...90, Gauck-Behörde, Az. AU I.2-095767/92 Z – Frh.) wegen 1. Verdachts „illegalen Verlassens der DDR“, 2. BRD-Publikationen usw. Nach staatlicher Prüfung erhielt ich von der BRD den Status „anerkannter politischer Häftling“ (Az. II2-35001-S, 1991).

 

Berufslaufbahn

Im Mühlenwerk Urbach erlernte ich den Beruf des Müllers/Mühlenbauers (1946...1949, Kreutzen/Altenburg). Den Bachelor Maschinenbautechniker erwarb ich an der Ingenieurschule Müllerei/Mühlenbau (1949...1950, Dippoldiswalde) bzw. Maschinenbau/Elektrotechnik (1950...1952, Dresden). Das Studium an der Technischen Hochschule Dresden (1952...1956) schloss ich als Diplom-Ingenieurökonom ab; zugleich war ich Wissenschaftlicher Hilfsassistent Technisches Zeichnen (1953, Prof. Häußler), Mathematik (1954, Prof. Willers) und Philosophie, (1955, Prof. Ley) sowie Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren (8) ; letzteres führte zur Zuweisung meiner Tätigkeit als Wirtschaftsredakteur „Neues Deutschland“ (1956...1957, Berlin). Kurz darauf ging ich nach Dresden: Flugzeugwerk (Technologe 1957) bzw. Elektromat (Direktor Neue Technik 1961), verbunden mit einem Studium des Patentwesens (Humboldt-Universität Berlin). Von der nebenamtlichen Dozententätigkeit Betriebswirtschaft und Rechentechnik an der Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik (1959-1965) wechselte ich in eine hauptamtliche (1965...1966) über. Im Zuge einer Außerplanmäßiger Aspirantur der Technischen Universität Dresden [TUD] zum Thema Industrielle Kapazitätssysteme (1967...1970) übernahm ich im Institut für Rationalisierung und Organisation der Elektrotechnik [IRO] die Leitung des Bereichs Betriebsführung und Datenverarbeitung (9) (1966...1971). Nach erfolgreicher Promotion (magna cum laude) erwarb ich die Facultas docendi, wurde TUD-Honorardozent für „Mathematische Methoden der Betriebswirtschaftslehre“, Rat der TUD-Sektion Informationsverarbeitung (1971) und habilitierte mich an der Universität Rostock (1981, Thema „Leitungstheorie“). Bei der betriebswirtschaftlichen Forschung stand die Rechentechnik im Vordergrund, befördert durch die mir übertragene Leitung einer Gruppe Softwareentwickler (10)(1983...1992). In dieser Periode erfolgten die TUD-Berufungen(11):

  • - Lehrgebiet „Informationsverarbeitung und Produktionsdurchführung“: Dozent (1972), außerordentlicher Professor (1987);
  • - Lehrstuhl „Unternehmensführung/Operationsforschung und Produktionsmanagement“: Professor (1990-1992, staatliche Abwicklung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät).

Danach übernahm ich in Dresden die Geschäftsführung der Beratungs- und Software-Firmen Unabhängige Betriebswirte und Ingenieure (UBI GmbH, 1992-1997), und Text, Grafik und Software (TG&S 1997/…).

Arbeitsschwerpunkte

Nach meiner hauptamtlichen Industrie- und TUD-Tätigkeit war ich neben der Geschäftsführung der und Text, Grafik und Software [TG&S] in der Weiterbildung tätig:

- Akademie für Weiterbildung und Wissenstransfer AWW, An-Institut der TUD (1992-1995): Wissenschaftlicher Studienleiter für Management-Informatik,

- Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der TUD e. V. [EIPOS] (1996/...) als Wissenschaftlicher Studienleiter für Immobilienwirtschaft (1996-1999), für Sport- und Freizeitwirtschaft (1999-2001), für Unternehmensführung, Wirtschaftsmathematik und Unternehmensstatistik im Akademischen Europaseminar (2002-2011) Dozent für Mathematik, Statistik und Unternehmensführung (2008/…),

- Dozent und Repetitor bei Jugend Arbeit Bildung Dresden e. V. [JAB] (2008/…)

- Meine weiteren Forschungen und Lehrtätigkeiten betreffen die mathematische Digitalisierung der Betriebs- und Führungswissenschaft, wie z. B. den Übergang zur interaktiven Didaktik im Lehrgebiet „Wirtschaftsmathematik/Unternehmensstatistik“ (vgl. Anlage).

 

Ein Forschungsergebnis ist die betriebswirtschaftliche Mathematik-Software OR_MAT© (Oppitz 1994). Das Tätigsein zeigt sich in seinen Ehrenmitgliedschaften(12), seinem Vorsitz bei der Europäischen Forschungs- und Arbeitsgemeinschaft [EFA], seine Ordentliche Mitgliedschaft in der Klasse Naturwissenschaften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste und seine Ehrenpräsidentschaft(13) bei der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden [SGD] wie folgt:


Dozent, Akademie für Weiterbildung und Wissenstransfer, An-Institut TUD (1991...95), Geschäftsführer, Unabhängige Betriebswirte und Ingenieure GmbH, Dresden (1991...97), EIPOS-Dozent: Im Akademischen Europaseminar, für Immobilienwirtschaft, für Mathematik/Statistik/Unternehmensführung, für Sport- und Freizeitwirtschaft, für Wirtschaftsmathematik und Unternehmensstatistik), EIPOS-Gremien: Mitglied des Kollegiums (2000...06), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Sport- und Freizeitwirtschaft (2002...05), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats AES (14) (2006...09), Sprecher des Ältestenrates (15)  (2008...09)), EIPOS-Funktion: Wissenschaftlicher Studienleiter Immobilienwirtschaft (1996...2002), Wissenschaftlicher Studienleiter Sport- und Freizeitwirtschaft (2002...05), ; 1996…), Sächsische Wohnungsgenossenschaft Dresden e. G.: Aufsichtsrat (1998...03), Jugend Arbeit Bildung Dresden e. V. [JAB], Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden (2004...10) und des Wissenschaftlichen Beiratssprechers (16) (2008...12); 2004...12), ORTUS AG, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (2005...11), Sprecher Europäische Forschungs- und Arbeitsgemeinschaft EFA e. V, Pirna (2011…), Ordentliches Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Naturwissenschaftliche Klasse, berufen 29.10.2011. (17) ; 2011…), ), Abschlüsse: Geselle der Mühlenindustrie 1949, Maschinenbautechniker 1952, Dipl.-Ing.-oec. 1956, Dr. rer. oec. 1969, Dr. rer. oec. habil. 1981. Dozent, Akademie für Weiterbildung und Wissenstransfer, An-Institut TUD (1991...95), Geschäftsführer, Unabhängige Betriebswirte und Ingenieure GmbH, Dresden (1991...97), Dozent für Immobilienwirtschaft, Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der TUD e. V. [EIPOS] (1996...02), Geschäftsführer, Text, Grafik & Software, Dresden (1997/…), Dozent für Sport- und Freizeitwirtschaft, EIPOS (2002...05), Dozent und Repetitor im Akademischen Europaseminar [AES], EIPOS (2002...10), Dozent für Mathematik, Statistik und Unternehmensführung, EIPOS (2008/…), Dozent und Repetitor bei Jugend Arbeit Bildung Dresden e. V. [JAB] (2008/…)


Meine Beiträge zur Algorithmierung und Optimierung betriebswirtschaftlicher und unternehmerischer Prozesse schlagen sich in 34 Büchern, 21 Lehrbriefen, 200 Beiträgen in Fachzeitschriften, 17 Zeitungsbeiträgen, 7 Schutzrechten und 5 Dissertationen und Forschungsberichte (ohne Softwarelösungen) nieder. Die von mir betreuten Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten zeichnen sich durch wissenschaftliche Tiefe, auf die sachlichen Inhalte gerichtete Gewinnung theoretischer Erkenntnisse und die praktische Anwendung neuester wissenschaftlicher Methoden aus; zugleich leistete ich eine fortwährende Vortragstätigkeit, überführte mit meine Forschungsergebnisse in die Wirtschaftspraxis und setzte mich für die Verbindung der Wirtschaftswissenschaften mit algorithmischen Problemlösungen ein, aus denen das mathematische Instrumentarium zu entwickeln ist.


Fußnoten

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1 http://de.wikipedia.org/wiki/Nov%C3%BD_Bor#Pers.C3.B6nlichkeiten.

2 Kriegstod durch Soldaten der Roten Armee (09.05.45).

3 Nach langer Krankheit in Folge der versuchten Selbsttötung nach Vergewaltigung (10.05.45).

4 Hausblätter der Pfarrgemeinden Blottendorf und Falkenau. In: Heimatnachrichten, Mai/Juni 1994, S. 16.

5 http://www.ok1fhi.cz/polevsko/polevsko-deutsch.html.

6 Mit Mutter und Großmutter Antonia Oppitz (Hungertod 25.06.45) nach Zittau.

7 GPU: Objedinjonnoje Gossudarstwennoje Polititscheskoje Uprawlenije, ehemals Tscheka, später KGB,

8 Abteilung zur Förderung des Nachwuchses beim Schriftstellerverband der DDR in Berlin.

9 U. a. Entwicklung und Einführung eines „Datenverarbeitungsmodell für die Grundfondswirtschaft des Industriebereiches Elektrotechnik/Elektronik der DDR“ mit staatlicher Auszeichnung (1970).

10 CAD/CAM-Kooperation der Sektion 23 der TUD mit Robotron-Elektronik Radeberg zur Software-Entwicklung und Anwendung computergestützter Auftragsvorbereitung (Konstruktion, Technologie, Fertigungssteuerung) und Produktionsdurchführung in geschlossenen elektronischen Datenströmen mit elf Informatikmitarbeitern des Betriebes am TUD-Institut.

11 Vgl.: Die Professoren der TU Dresden 1828-2003, Köln 2003, S. 697.

12 http://www.eipos.de/de/aktuell/aktuell-beitrag/artikel/eipos-verleiht-weiterbildungs-lehrpreis-2011.html.

13 http://www.dynamo-dresden.de/­de/verein/vereinsdaten.html.

14 Mitglieder: Prof. Hertel, Präsident EIPOS, Prof. Cermak, Rektor Universität Ostrava, Prof. Kokenge, Rektor TUD, Prof. Fröhlich, Universität Wien.

15 Mitglieder: Prof. Dr. Ing. habil. Michler, Prof. Dr. Ing. habil. Offermann.

16 Mitglieder: Dr. jur. Rasel (Sprecher), Prof. Dr. rer. päd. habil. Lehmann, Prof. Dr. Ing. habil. Jungmann, Prof. Dr. rer. nat. habil. Rasel, Prof. Dr. sc. oec. Weichelt, Prof. Dr. rer. jur. habil. Zimmermann.

17 http://www.sudetendeutsche-akademie.eu/mtgl.htm.

 

 

lebenslauf
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